Jira Scrumban

Kurt

Im Rahmen der ITIL Einführung in einem unserer Bereiche gab es Diskussionen ob man wie bisher einen Scrum-basierten oder einen Kanban Ansatz verfolgen möchte.

In dem zugrunde liegende Jira Projekt gibt es sowohl planbare Tasks (welche reguläre in Sprints behandelt werden) als auch das Tagesgeschäft in dem unter anderem Incidents gemeldet werden, die ggf. zeitnah zu berücksichtigen sind.

Incidents, deren Due-Date innerhalb des aktuellen Sprints liegen, sollen direkt dem selbigen zugeordnet (wenn auch nicht mit Story-Points versehen) werden, um direkt die Visualisierung im entsprechenden Board sicher zu stellen

Natürlich wäre es möglich dies manuell zu machen, aber wieder mal kommt das grossartige ScriptRunner Plugin von Jamie Echlin zur Rettung. Neben zahlreichen anderen Option liefert die Erweiterung die "Add/Remove from/to active sprint" Funktion.

Der Name selbst sagt schon alles über den Anwendungsbereich aus, interessant ist, dass ich über Groovy noch Einschränkungen in Bezug auf die Ausführung vornehmen kann.

In meinem Anwendungsfall sollten ja nur Incidents die innerhalb des aktuellen Sprints (in unserem Fall als wochenweise von Montag bis Montag) berücksichtigt werden,
was ich mit untem aufgeführten Script realisierte.

if (issue.issueType.name == 'Incident')
{
    def cal = Calendar.instance
    Date today = cal.time
    if (cal.get(Calendar.DAY_OF_WEEK) == Calendar.MONDAY) 
    {
        cal.add(Calendar.DAY_OF_WEEK, +8)
    }
    else
    {
        while(cal.get(Calendar.DAY_OF_WEEK) != Calendar.MONDAY)
        {
            cal.add(Calendar.DAY_OF_WEEK, +1)
        }
     }
     Date nextMonday = cal.time
     if (nextMonday.compareTo(today)>0)
     {
        return true
     }
}

Neben dem Code-Snippet für die Condition, gibt man noch an ob der entsprechende Issue dem Sprint hinzugefügt bzw. aus diesem entfernt werden soll, welches Board zu nutzen ist und als welcher User die Aktion ausgeführt werden soll.

Auch wenn man vortrefflich über die Pro und Cons des gewählten Ansatzes philosophieren kann, liefert Jira & Co. doch wieder alle Möglichkeiten um so viel wie möglich zu automatisieren.